EIN
KLUGES
FUNDA-
MENT

Bürgewald Straßenansicht

Bürgewald will mehr sein, als ein wiederbelebtes Dorf. Es versteht sich als Experimentierraum für zukunftsfähiges Leben im ländlichen Raum: für klimaschonendes Bauen im Bestand, innovative Energie- und Versorgungskonzepte sowie einen bewussten Umgang mit Ressourcen. Als Teil der regionalen Transformation wird Bürgewald zu einem Ort, an dem Strukturwandel gemeinschaftlich gestaltet wird – nachhaltig, offen und mutig.

SO KÖNNTE ES AUSSEHEN

Bürgewalds Zukunft gilt in den nächsten Jahren zu gestalten. So könnte es zukünftig aussehen:

THEMEN IN BÜRGEWALD

BESTANDSORIENTIERTES WEITERBAUEN

Bürgewald entwickelt sich nach innen statt nach außen: Zum Schutz von Grünflächen und Landwirtschaft wird nur auf bereits bzw. ehemals bebauten Grundstücken sowie auf früheren Sport- und Kulturflächen weitergebaut. Grundlage bleibt das Straßendorf mit seinen Hauptstraßen, tiefen Parzellen, Gartenwegen sowie der typischen Hof- und Gebäudestruktur. Bestehende Gebäude werden umgebaut und ergänzt, neue Bausteine entstehen nur innerhalb des vorhandenen Ortsgefüges.

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LEBENDIGE UND RESILIENTE FREIRÄUME

Bürgewalds Einbettung in die Landschaft bleibt prägend: Der direkte Bezug des Lichtungsdorfes zur umgebenden Natur ist eine zentrale Qualität, die erhalten und gestärkt wird. Durch die Aufwertung öffentlicher Freiräume, des Siedlungsrands und angrenzender Landschaftsflächen werden Wald- und Grünstrukturen besser vernetzt – und damit resilienter. Bestehende Freiraumqualitäten, gewachsene Grünelemente und prägende Bäume werden bei allen Entwicklungen mitgedacht und möglichst erhalten. Ergänzend entstehen attraktive Wege und Straßenräume sowie multicodierte Grünflächen, die Erholung, Begegnung und ökologische Funktionen verbinden.

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GEMEINSCHAFTLICHES WOHNEN UND ARBEITEN

Gemeinschaft ist das Herz von Bürgewald. Das Dorf wächst gemeinsam – getragen von Nachbarschaften, die sich kennen, unterstützen und ihre Räume gemeinsam gestalten. Ein lebendiges Zentrum mit Dorfplatz, Kirche, Dorfwiese und Treffpunkten bildet das soziale Rückgrat. Ergänzt wird dies durch gemeinschaftliche Freiräume sowie neue Formen des Wohnens und Arbeitens. Die aktive Einbindung der Bevölkerung ist entscheidend, um ein lebendiges und tragfähiges Dorfgefüge zu entwickeln.

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NACHHALTIGE FORTBEWEGUNG

In Bürgewald sollen alltägliche Wege einfach und umweltfreundlich möglich sein: durch eine bessere Anbindung an ÖPNV, S-Bahn-Stationen und Merzenich, attraktiv ausgebaute Radwege in die Nachbarorte sowie ein umfassendes Car-Sharing-Angebot. Gleichzeitig wird der Straßenraum zu einem Aufenthalts- und Bewegungsraum: Der motorisierte Verkehr im Dorf wird reduziert, Stellplätze werden an den Ortseingängen und auf ausgewählten Baufeldern gebündelt und gemeinschaftlich genutzt. Ergänzt wird dies durch multifunktionale Mobilitätsstationen und zwei energieaktive Mobilitätszentralen. So bleibt Bürgewald gut erreichbar, flexibel nutzbar – und zukunftsoffen.

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INFRASTRUKTUR UND ENERGIEKREISLÄUFE

Bürgewald setzt auf eine Netto-Null-Energieversorgung: Strom, Wärme und Wasser sollen durch regenerative Quellen, die Kopplung verschiedener Energieträger und eine zentrale, modular ausbaubare Infrastruktur so weit wie möglich vor Ort bereitgestellt werden. Dazu gehören naturnahe Wasserkreisläufe – von Speicherung über Nutzung bis zur Versickerung – als Beitrag zu Klimaresilienz und Ressourcenschonung. Die technische Infrastruktur wird dabei sichtbar und erlebbar: Energie- und Wassersysteme sind Teil des öffentlichen Raums und werden so gestaltet, dass sie das Dorf klimaangepasst unterstützen und zugleich Orte mit Aufenthaltsqualität schaffen.

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DER DYNAMISCHE MASTERPLAN

Die Transformation zu gestalten: Das ist nur auf Basis einer fundierten Planung möglich. Der dynamische Masterplan soll eine städtebauliche Entwicklungsperspektive für die Revitalisierung des Dorfes ausarbeiten. Er definiert die räumliche Ordnung und schafft erstmals einen Rahmen für die Entwicklung der kommenden Jahre – für bestandsorientiertes Weiterbauen, lebendige und resiliente Freiräume, gemeinschaftliches Wohnen und Arbeiten, nachhaltige Fortbewerbung sowie erlebbare Infrastrukturen und Energiekreisläufe.

Gleichzeitig stellt der dynamische Masterplan kein starres Zielbild dar. Er bildet vielmehr ein flexibles Gerüst für die zukünftige Revitalisierung: offen für gute Ideen, frische Impulse und aktuelle Innovationen.